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Goodbye Herbst
Der Winter steht vor der Türe...

Fliegenpilz (Amanita muscaria)






Einsame Buche in der Fichtenkultur.

Espen am Waldrand.
Igel
Schon öfters (in der Dunkelheit) begegnet aber noch nie fotografiert: Igel oder genauer Braunbrustigel bzw. Westeuropäischer Igel (Erinaceus europaeus). Als ich die Tage am Esstisch im elterlichen Wohnzimmer saß, viel während Kaffee und Kuchen der Blick in den Garten zum Teich. Aus dem Augenwinkel sah ich am Ufer des Gartenteichs eine Bewegung - ein junger Igel machte sich auf den Weg Richtung Hecke und Schnittguthaufen. Schnell rannte ich zum Fotorucksack, schnallte das 1,8/20mm drauf, sprang in die Gummistiefel und machte meine ersten Igelbilder. Eine kurze aber wunderschöne Begegnung mit einem wie ich finde faszinierenden Tier...

Kurz rollte er sich ein doch schnell hat er gemerkt: Vom Fotografen geht keine Gefahr aus.


Ich dachte schon er will ins Wasser und ging sofort etwas zurück...

...doch zielsicher schlüpfte er durch das Gras entlang des Ufers Richtung Hecke.
Die Buche - der Pilz, Folge 2
Er lässt mich nicht los, vergangenen Sonntag an einer ganz anderen Location in meiner geliebten Heimat (Hohenlohe). Hier hilft der Biber dem Naturfotografen. Er nagt nämlich an einem Stillgewässer im Wald Buchen an. Diese geschwächten Buchen sind natürlich ein Eldorado für den Beringten Buchenschleimrübling...

Hoch droben ein wunderschöne Pilzkonsole, leider keine Chance vom Boden aus ein "anständiges" Bild zu machen.

Die Konsole von der anderen Seite.

Biber-Buchenschleimrüblinge ;-) durch Herbstlaub.



Kurz vor dem Einpacken fällt mein Blick auf Mini-Buchenschleimrüblinge an einem in Kiefernzweigen versteckten Buchenast - was für ein Motiv!

Die Buche - der Pilz
Ich hatte ihn mal wieder vor der Linse, meinen Lieblingspilz: Den Beringten Buchenschleimrübling (Oudemansiella mucida). Durch Zufall beim Spaziergang am Montag entdeckt, war ich heute nochmals vor Ort um mit dem Weitwinkel ein paar Aufnahmen zu machen. Da die untersten Pilze an den stehenden Buchen in rund 3 - 4 m Höhe sind, hab ich mal wieder die Einbein-WiFi-Technik eingesetzt ;-) Kamera (mft wie Vollformat-DSLR) auf ein Einbeinstativ montiert und per WiFi mit der passenden App auf dem Smartphone ausgelöst. Leider ist die Technik der menschlichen Evolution voraus, man benötigt eigentlich 4 Arme und Hände um alles optimal bedienen zu können! ;-) Die nicht weitwinkeligen Bilder (bis auf das Eichhörnchen) entstanden alle mit einem 2,0/135mm Objektiv. Bei Offenblende kann man da wunderbar mit der geringen Schärfentiefe "zaubern"...

Blick nach oben. Was man an Stämmen sieht ist alles ein Baum!

Um diese Fotos zu machen steigt man quasi in die Buche, deren Stammfuß bestimmt an die 10m Umfang hat.



Blick von außen zwischen den einzelnen Stämmen der Buche hindurch.



Das Graublau der Buchen - und der Beringte Buchenschleimrübling.

Totale Reduktion.

Buchenschleimrübling auf liegendem Totholz.


Buchenblatt auf Buchenschleimrübling auf Buchentotholz.

Lebensraum Buche - Eichhörnchen beäugt Naturfotograf.

Buchenlaub kreativ.

Die Farben des Herbstes - fantastisch!
Gegen die Zeit - Fotoprojekt Wilde Alb
Herbstlicher Sonnenaufgang am Albtrauf, das war der Plan. Die Wetteraussichten prognostizierten uns einen wolkenlosen Himmel und mit etwas Glück sollten wir Nebel im Tal haben. Am Abend zuvor viel mein Blick durch die Balkontüre auf einen eindrucksvollen Vollmond. Ich warf kurz die App an um zu schauen, wann denn der Mond untergehen würde und siehe da, das sollte kurz vor Sonnenaufgang der Fall sein. Doch nicht nur das, der Monduntergang würde genau hinter einer Felsformation statt finden - das klang gut. Also machte ich mich am nächsten Sonntagmorgen etwas früher auf den Weg. Bei der Anfahrt wurde mir mit jedem Kilometer klarer, dass der Monduntergang an der entsprechenden Location doch früher eintreten würde als ich es erwartete. So brauste ich durch die Nacht und betete zu Gott, dass ich rechtzeitig vor Ort sein würde. Zum Glück sind es vom Parkplatz bis zum Aussichtspunkt nur wenige hundert Meter. Als ich auf die Steige zur Albhochfläche einbog dann die böse Überraschung: Straße gesperrt! Ein lauter Fluch hallte durch die Stille und noch dunkle Nacht. Schnell ne alternative Anfahrt gesucht. Mist, mind. 10 km Umweg, das reicht nie. Ein kurzer Blick auf die Karten-App im Smartphone - es gibt eine asphaltierte Abkürzung auf der Albhochfläche. Nix wie los... Mit Blick auf dem langsam untergehenden Vollmond fuhr ich dem Ziel entgegen. Zum Glück war niemand unterwegs ;-) Ich stoppte am Parkplatz, hechtete aus dem Auto und in die Stiefel und sprintete den Grasweg Richtung Albtrauf. Um keine Zeit zu verlieren zog ich im Laufen bereits die Stativbeine aus. Vorne angekommen traf alles genau so ein wie es die App vorhergesagt hatte: Maximaler Vollmond genau über den Felsen - aber nur noch wenige Minuten, wenn nicht Sekunden Zeit! Schnell das Tele auf das Stativ und die Kamera dran, zitternd steckte ich den Fernauslöser an. Kamera an und: Akku leer!!! Der zweite Fluch des Morgens hallte über den Albtrauf. Schnell zum Rucksack, Akku gewechselt - wieder leer! Das gibt es doch nicht!!! Dritter Akku rein, Bildausschnitt wählen. Abdrücken. Engerer Ausschnitt - abdrücken. So gelangen mir gerade noch rund 10 Bilder, dann war der Mond weg. Schnaufend stand ich neben der Kamera und blickte auf den Albtrauf in der blauen Stunde - was für ein Tagesbeginn. Ich checkte die Bilder am Kameramonitor. Mist, verwackelt, nicht scharf genug usw. Normalerweise arbeite ich unter solchen Bedingungen im LiveView und / oder mit Spiegelvorauslösung und lasse die Kamera-Objektiv-Kombi entsprechend lange ausschwingen. Dafür war dieses Mal aber keine Zeit. Erst zu Hause gab es dann die Beruhigung, zwei bis drei Aufnahmen waren von der Schärfe her akzeptabel. Die Belichtung war natürlich extrem kniffelig, vor Ort entschied ich mich dafür die hellen Bereiche möglichst sauber zu belichten und später In Lightroom die Schatten entsprechend aufzuhellen. Moderne Kamerasensoren machen sowas zum Glück mit, vor ein paar Jahren wäre das noch undenkbar oder nur mit HDR etc. lösbar gewesen.
Zwei Dinge, die eigentlich jeder (Natur-)Fotograf weiß, wurden mir an dem Morgen wieder mal drastisch vor Augen geführt: Besser früher los als später, insbesondere bei solchen Geschichten, und am Abend zuvor die Ausrüstung ausreichend checken ;-)

Eine der ersten Aufnahmen, der Mond steht knapp über dem Horizont.

Gefällt mir fast besser, ein etwas engerer Bildwinkel und der Mond schon tlw. hinter den Bäumen.

Nach wenigen Sekunden war das Spektakel vorbei...